{"id":3001,"date":"2026-05-25T08:37:24","date_gmt":"2026-05-25T06:37:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plan-b-bildung.de\/?p=3001"},"modified":"2026-07-02T08:51:12","modified_gmt":"2026-07-02T06:51:12","slug":"bus-bahn-und-auto-wie-das-pendeln-den-alltag-formt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plan-b-bildung.de\/ar\/2026\/05\/25\/bus-bahn-und-auto-wie-das-pendeln-den-alltag-formt\/","title":{"rendered":"\u0627\u0644\u062d\u0627\u0641\u0644\u0629 \u0648\u0627\u0644\u0642\u0637\u0627\u0631 \u0648\u0627\u0644\u0633\u064a\u0627\u0631\u0629 \u2013 \u0643\u064a\u0641 \u064a\u0634\u0643\u0644 \u0627\u0644\u062a\u0646\u0642\u0644 \u0627\u0644\u062d\u064a\u0627\u0629 \u0627\u0644\u064a\u0648\u0645\u064a\u0629\u00a0"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3001\" class=\"elementor elementor-3001\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fdd9f95 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"fdd9f95\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-06d0428 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"06d0428\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"p2\">Ein Erfahrungsbericht<\/p><p class=\"p3\">Acht Uhr morgens am K\u00f6lner Hauptbahnhof. Das Mekka der hier t\u00e4glich an- und abreisenden Pendler*innen der Stadt entfaltet seine pulsierenden Kr\u00e4fte. Eine unausgesprochene Hektik und zahlreiche Schlangen an \u201eTo Go\u201c Imbissen pra gen die morgendliche Atmospha re dieses Ortes. F\u00fcr manch einen ist der Hauptbahnhof ein gewo hnlicher Teil der Infrastruktur K\u00f6lns. F\u00fcr jemand anders ist es die regelm\u00e4\u00dfige Pr\u00fcfung der eigenen Geduld. Der Weg zur Arbeit wird f\u00fcr viele eine Art Pilgerfahrt, die \u00fcber Stunden andauern kann.<\/p><p class=\"p3\">Pendler*innen treffen in fast allen Gro\u00dfsta dten Deutschlands st\u00fcndlich ein und aus. K\u00f6ln, als viert gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes, z\u00e4hlt jeden Tag um die 374.000 Reisenden. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind divers: Reisende fahren zur Arbeit, Schule oder dem Studium. Unter ihnen befinden sich auch Menschen, welche wegen ihrer Weiterbildung oder Umschulung den Weg auf sich nehmen. Doch wie wirkt sich Pendeln auf den Alltag aus? Und ist die Bildung des Weges \u00fcberhaupt wert?<\/p><p class=\"p3\"><b>Der fr\u00fche Vogel f\u00e4ngt den Wurm! <\/b><b><\/b><\/p><p class=\"p3\">Viele Teilnehmer*innen aber auch Lehrende legen Strecken von bis zu 100km t\u00e4glich zur\u00fcck, um zu ihrem Arbeits- oder Lernplatz zu gelangen. Dabei nehmen sie Unannehmlichkeiten wie Staus, Wartezeiten und \u00fcberf\u00fcllte Wagons in Kauf. Langes sitzen und h\u00e4ufiges Umsteigen f\u00fchren zu Stress und Erm\u00fcdung im Alltag. Dies beg\u00fcnstigt nicht nur eine Verschlechterung des Befindens, sondern verringert auch soziale F\u00e4higkeiten. Ich selbst pendle jede Woche von K\u00f6ln aus nach Bochum f\u00fcr mein Studium und bin mit dem Thema bestens vertraut. In einem Interview an meiner Universit\u00e4t erfahre ich mehr \u00fcber das Leben meinesgleichen.<\/p><p class=\"p3\">Studentin Nisa A. aus Duisburg, erz\u00e4hlt mir, dass sie drei bis vier Mal pro Woche Veranstaltungen an der Universit\u00e4t besucht und mit dem Auto herreist. \u201cMit der Bahn dauert es einfach zu lange\u201d sagt sie. Diesen Gedankengang kenne ich. Um ein Seminar um 8:30 Uhr an der Universit\u00e4t zu besuchen muss man als Pendlerin aus K\u00f6ln schonmal um f\u00fcnf aufstehen, um den einen Zug zu packen. Denn wenn der Zug einmal weg ist, kommt der n\u00e4chste erst in einer Stunde. Kalkuliert man die fast 1 \u00bd Stunden Fahrt mit ein, so stellt man schnell fest, dass bis zur Ankunftszeit das Seminar schon l\u00e4ngst beendet ist.<\/p><p class=\"p3\"><b>Effektivit\u00e4t ist gefragt! <\/b><b><\/b><\/p><p class=\"p3\">Dass das Pendeln jetzt eine gewisse Dosis Stress verursacht, ist uns nun klar geworden. Das sollte man im eigentlichen doch vermeiden, oder? Das finden viele Reisende nicht so! Ein TK-Report bezeugt, dass die meisten Menschen, die zur Arbeitsstelle oder zur Universit\u00e4t pendeln sehr motivierte, zielstrebige und verantwortungsbewusste Personen sind, da sie den weiten<\/p><p class=\"p3\">Weg f\u00fcr hohe Qualifikationen im Bildungs- und Berufsleben zur\u00fccklegen. Diese Aussage spiegelt sich mir in den Studierenden wider, die ich morgens im Zug sehe. Sie nutzen die Fahrzeit n\u00e4mlich erfolgreich, um ihre Vorlesungen und Seminare zu bearbeiten und sich auf den studentischen Alltag vorzubereiten. Ich notiere mir diese Praktik im Zug als Alternative zur Autofahrt, um Zeit und Geld an Tankkosten zu sparen. Not macht eben erfinderisch, und das zahlt sich aus!<\/p><p class=\"p3\"><b>Gef\u00fchlschaos <\/b><b><\/b><\/p><p class=\"p3\">Viele Kommilitonen, die pendeln, berichten mir von einer Art \u201cinneren Konflikt\u201d bez\u00fcglich des Studierens an einer weit entfernten Universit\u00e4t. Das kann ich gut nachvollziehen. Der st\u00e4ndige Alltagsstress und die investierte Zeit machen einem zu schaffen. Gleichzeitig sind aber auch die Begeisterung f\u00fcr den Studiengang und die erworbenen Freundschaften sowie akademische Erfolge eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr einen selbst, welche man ungern missen m\u00f6chte. Mal bei\u00dft man sich durch und mal genie\u00dft man es aus seiner eigenen Stadt rauszukommen.<\/p><p class=\"p3\">Ich verbinde mit meinen Erfahrungen als Pendlerin einige Hindernisse in meinem Alltag, aber auch unz\u00e4hlige sch\u00f6ne Momente und vor allem ein gro\u00dfes Ziel vor Augen. So sehen das auch einige Teilnehmer*innen und Lehrende der PlanB. Die Assistenz der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Emina Delic , berichtet einen \u00fcberaus positiven Durchschnitt der Erfolgsquote aller angebotenen Kurse. 95% aller Teilnehmenden bestehen ihre Aus- und Weiterbildungen erfolgreich, wobei fast ein Drittel von ihnen Pendler*innen sind. Sie reisen aus allen Regionen NRWs her und sind damit nicht nur eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr das Unternehmen, sondern auch der ausschlaggebende Kern unserer Arbeitsethik: Flei\u00df zahlt sich immer aus!<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Erfahrungsbericht Acht Uhr morgens am K\u00f6lner Hauptbahnhof. Das Mekka der hier t\u00e4glich an- und abreisenden Pendler*innen der Stadt entfaltet seine pulsierenden Kr\u00e4fte. Eine unausgesprochene Hektik und zahlreiche Schlangen an \u201eTo Go\u201c Imbissen pra gen die morgendliche Atmospha re dieses Ortes. F\u00fcr manch einen ist der Hauptbahnhof ein gewo hnlicher Teil der Infrastruktur K\u00f6lns. 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